Unsichtbare Schäden sichtbar gemacht

Ein Skihelm soll schützen. Doch was, wenn er nach einem heftigen Sturz äußerlich unversehrt erscheint, im Inneren jedoch bereits versagt hat?

Genau diese Frage stellte sich nach einem Unfall auf der Piste. Der Helm einer Kollegin wirkte auf den ersten Blick intakt. Keine sichtbaren Risse, keine offensichtlichen Schäden. Und doch blieb ein ungutes Gefühl.

Die anschließende Untersuchung mit unserer 3D-Computertomographie (CT) brachte Klarheit: In der Innenschale des Helms zeigten sich feine Risse, die von außen nicht erkennbar waren – unsichtbare Schwächungen, die im Ernstfall die Schutzwirkung erheblich beeinträchtigen können.

Die gute Nachricht: Unsere Kollegin ist unverletzt geblieben.
Die klare Erkenntnis: Der Helm hätte keinesfalls weiterverwendet werden dürfen.

Solche Fälle verdeutlichen eindrucksvoll den Mehrwert moderner Prüfverfahren wie der Computertomographie in der Qualitätssicherung. Gleichzeitig zeigen sie, dass das Potenzial dieser Technologien noch immer unterschätzt wird.

Selbst wenn die CT an ihre Auflösungsgrenzen stößt, enden unsere Analysemöglichkeiten nicht: Durch die Kombination mit materialographischen Untersuchungen ermöglichen wir eine fundierte, interdisziplinäre Schadensbewertung. Denn am Ende geht es nicht nur um Bauteile, sondern um verlässliche Sicherheit und darum, auch im Zweifelsfall die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Menu