Kunststoffprüfung

Die Kunststoffprüfung ist ein Teilgebiet der chemischen Analytik, das sich der Bestimmung und Untersuchung von polymeren Werkstoffen und Produkten widmet.

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Auch Kunststoffe können bei Quality Analysis untersucht werden
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Was ist die Kunststoffprüfung?

Kunststoffe müssen je nach Anwendungsfall völlig unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, um zuverlässig eingesetzt werden zu können. Im Rahmen der Kunststoffprüfung wird sichergestellt, dass die gewünschten Eigenschaften zu jeder Zeit gegeben sind.

Kunststoffprüfung bei Quality Analysis

Im Rahmen der Kunststoffanalytik und -prüfung untersuchen wir Kunststoffe zur Charakterisierung ihrer thermischen Eigenschaften und des Zersetzungsverhaltens. Wir bestimmen den Wassergehalt Ihrer Probe, identifizieren und quantifizieren austretende Zersetzungsprodukte sowie die Werkstoffzusammensetzung.

Die Ergebnisse unseres akkreditierten Prüflabors fassen wir in einem verständlichen und praxisorientierten Prüfbericht zusammen, der Ihre Fragen beantwortet und Sie mit klaren Handlungsempfehlungen unterstützt. Sie benötigen unsere Hilfe kurzfristig? Auch das ist kein Problem, rufen Sie uns einfach an.

Welche Verfahren werden zur Kunststoffprüfung angewandt?

Die angewandten Prüfverfahren sind so vielfältig wie die Proben, die untersucht werden sollen. Darum soll an dieser Stelle nur eine kleine Auswahl der praxisrelevanten Verfahren vorgestellt werden.

Karl Fischer Titration: Verfahren zur Untersuchung von Proben auf ihren exakten Wassergehalt

Karl-Fischer-Titration

Mithilfe der Karl-Fischer-Titration (KFT) kann der exakte Wassergehalt einer Probe bestimmt werden. Da die Qualität von Kunststoffprodukten nur bis zu einem spezifischen Wassergehalt, der sogenannten Verarbeitungsfeuchte, gesichert ist, kommt der KFT in der Qualitätssicherung eine große Bedeutung zu. Allgemein am bekanntesten ist die Karl-Fischer-Titration wahrscheinlich aber zur Ermittlung des Wassergehalts in Rohöl.

Chemische Analytik mittels Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS)

Gaschromatographie

Die Gaschromatographie kommt zum Einsatz, wenn eine Quantifizierung und Identifizierung von Lösemitteln oder Weichmachern oder eine Untersuchung Polyzyklischer Aromatischer Kohlenwasserstoffen (PAK) benötigt wird. Grundsätzlich handelt es sich bei der GC um eine Variante der Verteilungschromatographie, die sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass die stationäre Phase eine Flüssigkeit ist.

FTIR-Spektroskopie zur Strukturaufklärung und zur Bestimmung von Substanzen

FTIR-Spektroskopie

Zur schnellen und unkomplizierten Charakterisierung von Kunststoffen kommt die Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie, kurz FTIR-Spektroskopie, zum Einsatz. Sie kommt sowohl in der Strukturaufklärung als auch im Rahmen der Qualitätssicherung von Kunststoffprodukten zur Anwendung, doch auch die Verteilung von Feststoffen in Gemischen kann unter Zuhilfenahme der FTIR-Spektroskopie bestimmt werden.

DSC zur Bestimmung von Kunststoffen

Dynamische Differenzkalorimetrie

Die dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) ist unter anderem in der Charakterisierung von Polymeren von großer Bedeutung. Mit ihrer Hilfe können sowohl das Schmelz- als auch das Kristallisationsverhalten wie auch weitere Eigenschaften einer Kunststoffprobe untersucht werden. Besonders zu erwähnen ist hierbei die Glasübergangstemperatur, bei der das feste Polymer in einen gummiartigen oder zähflüssigen Zustand übergeht.

DSC: Thermisches Messverfahren zur Kunststoffanalytik

Thermogravimetrie

Die Thermogravimetrie gehört ebenfalls zu den thermischen Analyseverfahren. Auch sie dient primär der Untersuchung des Zersetzungsverhaltens von Kunststoffen. Bei diesem Verfahren wird eine Probe erhitzt und deren Masseveränderung mittels einer Mikrowage bestimmt. Diese Methode kann wie die DSC mit anderen Verfahren wie der FT-IR-Spektroskopie oder der Gaschromatographie gekoppelt werden.

Industrielle Computertomographie zur Analyse von Kunststoffbauteilen

Computertomographie in der Kunststoffprüfung

Wenn die industrielle Computertomographie (ICT) in der Kunststoffprüfung zum Einsatz kommt, richtet sich das Interesse weniger auf die Eigenschaften des Materials als solches, sondern eher auf das Bauteil, das aus ihm besteht. Mithilfe der ITC können Soll-Ist-Vergleiche ebenso vorgenommen werden wie die Messung von Freiformflächen oder Lagetoleranzen.

Kurz zusammengefasst: Kunststoffprüfung

Als Kunststoffprüfung bezeichnet man zusammenfassend alle Verfahren zur Bestimmung und Analyse polymerer Werkstoffe. Zu diesem Zweck kommen verschiedenste Verfahren zum Einsatz. Die mit ihrer Hilfe gewonnen Informationen spielen vor allem in der Qualitätssicherung eine bedeutende Rolle für die Kunststoffindustrie.

Ihre Ansprechpartnerin

Julia Banzhaf

Vertrieb

+49 7022 2796-631
j.banzhaf@qa-group.com

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