Analytik macht Verpackungen sicher und regelkonform
Kaum ein anderer Bereich steht derzeit so sehr im Fokus regulatorischer Anforderungen wie Verpackungsmaterialien. Die verschärfte EU-Verpackungsverordnung und die REACH-Verordnung – EU-Verordnung über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe – schränken den Einsatz gefährlicher oder kritischer Substanzen zunehmend ein.
Wir unterstützen Sie bei der umfassenden Analyse von Verpackungsmaterialien – ob Kunststoffe, Papierverbunde, Metalle oder Mehrschichtverpackungen. Wir prüfen gezielt auf gefährliche Inhaltsstoffe wie per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), Weichmacher und Füllstoffe, auf Schwermetalle und andere kritische Inhaltsstoffe. Durch unsere akkreditierte Prüftätigkeit erhalten Sie Rechtssicherheit und die Möglichkeit, fundierte Aussagen zur Konformität und Materialzusammensetzung Ihrer Verpackungen zu treffen.
Rasche und zuverlässige Untersuchung
von Packmitteln
- Schnelle und präzise Prüfung auf Halogenfreiheit (Fluor, Chlor, Brom und Iod)
- Analyse des Gesamtfluorgehalts TF und der Summenparameter TOF, AOF und EOF zur Bewertung der PFAS-Gesamtbelastung
- Verbrennungsionenchromatographie (CIC) zur präzisen Quantifizierung von Halogenen und Schwefel in verschiedensten Probenmatrizen
- ICP-OES zur Untersuchung auf Schwermetalle wie Blei und Bleiverbindungen
- Kunststoffprüfung mit Fokus auf Weichmachern, Füllstoffen und Additiven
- Untersuchung des thermischen Zersetzungsverhaltens
- Bestimmung des Wassergehalts in Proben mittels Karl-Fischer-Titration (KFT)
- Untersuchung auf Lösemittel und flüchtige organische Verbindungen (VOCs)
Für jede Analyse das richtige Prüfverfahren
Verbrennungsionenchromatographie (CIC)
Mit der Verbrennungsionenchromatographie (CIC) analysieren wir Verpackungsmaterialien schnell und zuverlässig auf halogenhaltige Verbindungen (F, Cl, Br, I) und Schwefelverbindungen. Der ermittelte Fluorgehalt als Summenparameter (TF) kann als Hinweis auf das mögliche Vorhandensein von PFAS dienen. Das Verfahren eignet sich für Kunststoffe, Papierverbunde und andere brennbare Proben. Es liefert präzise quantitative Ergebnisse zu Halogenen und Schwefel und wird sowohl für die Qualitätskontrolle von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten als auch zur Überprüfung der Einhaltung regulatorischer Anforderungen eingesetzt.
Optische Emissionsspektroskopie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES)
Mit der ICP-OES analysieren wir Verpackungsmaterialien gezielt auf ihre anorganischen Elemente, insbesondere Metalle und bestimmte Nichtmetalle. Die Methode ermöglicht eine zuverlässige Bestimmung von Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Chrom (VI) sowie weiterer REACH-relevanter Elemente. Damit lassen sich gesetzliche Grenzwerte zuverlässig überprüfen und die Konformität gemäß EU-Verpackungsverordnung nachweisen.
Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC)
Die DSC ist eine effektive Technik zur Untersuchung der thermischen Eigenschaften von Verpackungsmaterialien. Sie bestimmt Schmelzpunkte, Glasübergangs- und Zersetzungstemperaturen und liefert wichtige Informationen zu Materialidentifikation, Reinheit und Verarbeitungsqualität. In der Verpackungsanalyse hilft sie, Materialveränderungen durch Additive, Weichmacher oder andere REACH-relevante Substanzen zu erkennen. So lassen sich Aussagen zur Eignung für den Lebensmittelkontakt, zur Langzeitstabilität und Recyclingfähigkeit treffen.
Theromogravimetrie (TGA)
Mit der TGA untersuchen wir die thermische Stabilität und Zusammensetzung von Verpackungsmaterialien. Das Verfahren bestimmt präzise den Anteil organischer und anorganischer Komponenten, erkennt Zersetzungsprozesse und erfasst Materialverluste, z.B. durch flüchtige Bestandteile. In der Verpackungsanalytik liefert die TGA wichtige Hinweise auf Additive, Füllstoffe oder andere REACH-relevante Substanzen und unterstützt so in der Qualitätssicherung und der Bewertung der Recyclingfähigkeit.
Gaschromatographie (GC-MS & GC-FID)
Mit GC-MS und GC-FID analysieren wir Verpackungsmaterialien auf Lösungsmittel, Weichmacher, Additive, Abbauprodukte und andere REACH-relevante Substanzen. Die Methode wird für VOC-Analysen, NIAS-Tests und Migrationsprüfungen eingesetzt und unterstützt den Nachweis der Konformität mit der EU-Verpackungsverordnung.
Karl-Fischer-Titration (KFT)
Die KFT ist ein hochempfindliches Verfahren zur Bestimmung des Wassergehalts in Verpackungsmaterialien. Sie ermöglicht die präzise Analyse von Kunststoffen, Papierverbunden und anderen hygroskopischen Materialien, um Feuchtigkeit als potenziellen Einflussfaktor auf Produktsicherheit, Lebensmittelverträglichkeit und Materialstabilität zu kontrollieren. Die KFT wird sowohl für die Qualitätssicherung als auch zur Überprüfung der Konformität mit der EU-Verpackungsverordnung und der REACH-Verordnung eingesetzt.
MEHRWERT BEI QUALITY ANALYSIS
Schnelligkeit
Auch kurzfristig erhalten Sie bei uns präzise Messergebnisse. Wir verfügen sowohl über die nötigen personellen Kapazitäten als auch über eine Vielzahl an Analysesysteme für die präzise Untersuchung von Verpackungsmaterialien.
Analysevielfalt
Organische und anorganische Substanzen analysieren wir unter Verwendung verschiedener Analyseverfahren in den Bereichen der Mikroskopie, Spektroskopie, Chromatographie, thermischen sowie der nass-chemischen Analytik.
Analysesysteme
Unsere technische Ausstattung ist für sämtliche Anforderungen der Verpackungsanalytik ausgerüstet. Dabei setzen Dabei setzen wir auf die Marktführer Spectro, Metrohm, Netzsch, Bruker, Agilent, Hach u.v.m.
AKKREDITIERUNG
Die Akkreditierung unserer Prüfmethoden und Messräume nach DIN EN ISO/IEC 17025 bedeuten für Sie Sicherheit, Zuverlässigkeit und Objektivität.
Akkreditiertes Prüflabor
für Verpackungsanalysen
Unsere DAkkS-Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 steht für geprüfte Qualität und maximale Sicherheit. Sie profitieren von normenkonformen Prüfverfahren, validierten Methoden und international anerkannten Prüfergebnissen. Als verlässlicher Partner unterstützen Sie bei der Verpackungsanalyse beim Nachweis oder Ausschluss kritischer Stoffe wie PFAS und Weichmacher – etwa im Rahmen der REACH-Verordnung und der EU-Verpackungsverordnung.
Lesen Sie hier mehr darüber, welche Vorteile Ihnen unsere Akkreditierung bietet:
Häufig gestellte Fragen zum Thema Verpackungsanalysen
Wofür steht REACH?
Die Abkürzung REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe). Es handelt sich dabei um die umfassende Chemikalienverordnung der Europäischen Union (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006).
Warum ist eine Verpackungsprüfung im Kontext von REACH und der EU-Verpackungsverordnung wichtig?
Verpackungsprüfungen helfen dabei, gefährliche oder regulierte Stoffe wie PFAS, Weichmacher und Schwermetalle in Verpackungsmaterialien zu identifizieren. Dies ist entscheidend für die Einhaltung der REACH-Verordnung sowie der EU-Verpackungsverordnung, die klare Anforderungen an Inhaltsstoffe, Recyclingfähigkeit und Produktsicherheit stellen. Ohne fundierte Analysen drohen Rückrufe, Marktverbote oder Haftungsrisiken.
Welche Stoffe werden in Verpackungen besonders kritisch bewertet?
Im Fokus stehen vor allem PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), Schwermetalle (z.B. Blei, Cadmium), Weichmacher (z.B. Phthalate), Flammschutzmittel, VOC-haltige Lösemittel sowie nonylphenolhaltige Substanzen. Auch fluorhaltige Beschichtungen auf Papier oder Kartonverpackungen rücken zunehmend in den Fokus. Diese Stoffe gelten als gesundheitlich bedenklich und extrem persistent – und unterliegen daher strengen Grenzwerten.
Was ist ein NIAS-Test und wann ist er für Verpackungen erforderlich?
NIAS steht für „Non-Intentionally Added Substances“ – also nicht absichtlich eingebrachte Substanzen. Dazu zählen Neben- und Abbauprodukte, Verunreinigungen oder Rückstände, die insbesondere bei Kunststoffen mit Lebensmittelkontakt oder recycelten Materialien auftreten können. Der NIAS-Test identifiziert diese Stoffe und bewertet mögliche gesundheitliche Risiken. Die Prüfung ist gemäß EU-Verordnung ein wesentlicher Bestandteil des Konformitätsnachweises für Lebensmittelverpackungen.
Quality Analysis
der richtige Partner
für die Verpackungsanalytik
Was können wir für Sie untersuchen?
Wir beraten Sie gerne zu den zahlreichen Möglichkeiten und kombinierten Analysemethoden. Das Ziel: die beste, wirtschaftlichste und effizienteste Analyse Ihrer Proben.